Ein Gliom entsteht direkt aus dem Gewebe des Gehirns und stellt mit etwa 600 bis 800 Neuerkrankungen in Österreich pro Jahr die häufigste Form unter den etwa 120 verschiedenen Arten von hirneigenen Tumoren dar.

Das Gehirn wird von „Stützzellen“, so genannten Gliazellen, stabilisiert und versorgt. Wenn sich diese Gliazellen bösartig verändern, kann ein Gliom entstehen.

Es gibt verschiedene Arten von Gliomen, die je nach Ursprungsgewebe und betroffenen Gliazellen unterschiedliche Bezeichnungen/Eigenschaften haben:

Gliome werden anhand ihrer biologischen Aktivität in vier Grade eingeteilt. Niedriggradige Gliome (Grad I und II) wachsen sehr langsam und führen oft erst nach langer Zeit zu Symptomen, während höhergradige Gliome (Grad III und IV) schneller wachsen und früher Beschwerden verursachen können.

Das IDH-Gen ist ein wichtiger Faktor bei der Betrachtung von Gliomen. Eine Veränderung im IDH-Gen („IDH-mutiert“) kann Hinweise auf einen günstigeren Krankheitsverlauf geben. Glioblastome zeigen diese Veränderung nicht, während andere Gliome wie Astrozytome und Oligodendrogliome diese Mutation aufweisen.