Risikofaktoren

Risikofaktoren

Warum ein Tumor entsteht, konnten Wissenschaftler noch nicht endgültig klären. Da aber der Darm die Nahrung verdaut, liegt es nahe, dass unsere Art der Ernährung die Entstehung von Darmkrebs beeinflusst. Zu den Risikofaktoren bei der Ernährung gehören Alkoholkonsum, eine zu fette Ernährung, zu wenig Ballaststoffe sowie zu wenig Obst und Gemüse.

Dazu kommen ungesunde Lebensgewohnheiten wie Rauchen, Bewegungsmangel und generell Übergewicht. Es gibt aber auch eine angeborene Veranlagung, die Darmkrebs selbst bei ansonsten gesunder Lebensweise fördert.

Familiäre Veranlagung (5)

In einigen Familien treten Krebserkrankungen häufiger auf als in anderen. Dann besteht eine genetische Veranlagung dazu. Auch bei Darmkrebs gibt es dieses erblich bedingte, erhöhte Risiko. In der Regel sind die Betroffenen dann jünger, wenn die Krankheit ausbricht, sie können bereits an anderen Krebsarten erkrankt sein (zum Beispiel Magen-, Blasen- oder Hautkrebs, bei Frauen auch Gebärmutter- oder Eierstockkrebs). Etwa zwei von 1.000 Menschen der Allgemeinbevölkerung haben eine solche erbliche Belastung.

Weitere Risikofaktoren

Neben Ernährungs- und Lebensgewohnheiten gibt es auch eine Reihe anderer (Erb-)Krankheiten, die die Entstehung von Darmkrebs begünstigen, darunter:

- Lynch-Syndrom / HNPCC (hereditäres nicht-polypöses kolorektales Karzinom), die häufigste Form des erblichen Darmkrebses, bei der Polypen deutlich häufiger auftreten, als bei der restlichen Bevölkerung und in einem jüngeren Lebensalter.

- Chronisch entzündliche Darmerkrankungen wie Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa.

- Familiäre Adenomatöse Polyposis (FAP), eine Krankheit, bei der sich bereits in jungen Jahren hunderte bis tausende von Darmpolypen entwickeln, aus denen im Laufe der Zeit ein bösartiger Tumor entstehen kann.

- Gardner-Syndrom, eine Erbkrankheit ausgelöst durch einen ähnlichen Gendefekt wie die FAP. Neben den Darmpolypen treten beim Gardner-Syndrom weitere gutartige Tumoren auf, etwa in den Knochen (Osteome), im Fettgewebe (Lipome) und Bindegewebe (Fibrome) sowie Zysten der Talgdrüsen. Das Risiko für Darmkrebs beträgt für Menschen mit Gardner-Syndrom 100 Prozent.

- Peutz-Jeghers-Syndrom, eine Erbkrankheit, bei der nicht nur im Darm zahlreiche Polypen auftreten, sondern auch im Magen. Das Syndrom ist auch gekennzeichnet durch braune Flecken im Gesicht, an Armen, Beinen und der Mundschleimhaut. Das Risiko, Darmkrebs zu bekommen, ist ebenfalls deutlich erhöht, liegt aber unter 100 Prozent.

- Cowden-Syndrom, eine Erbkrankheit, die ebenfalls zahlreiche Darm- und Magenpolypen verursacht. Darüber hinaus treten beim Cowden-Syndrom gehäuft Brust- und Schilddrüsenkrebs auf.

- Turcot-Syndrom, diese Erbkrankheit führt neben Polypen im Darm typischerweise zu Hirntumoren.

 

5) http://www.krebshilfe.de/nc/wir-informieren/ueber-praevention-frueherk/krebs-frueherkennung/darmkrebs-frueherkennung.html