Forschungsgebiete

Servier etabliert sich in der wissenschaftlichen Spitze der Onkologie. Schwerpunkt unserer Forschung ist die Entdeckung von neuen Molekülen, mit denen die Apoptose in Krebszellen in Gang gesetzt werden kann. Gegenwärtig untersuchen wir unsere Bcl-2-Inhibitoren bei verschiedenen hämatologischen Malignomen, unser MCL-1-Inhibitor befindet sich kurz vor der klinischen Anwendung.

Mit seinen industriellen und wissenschaftlichen Partnern engagiert sich Servier intensiv in der Immunonkologie: Zwei bispezifische T-Zell-Antikörper (DART-Antikörper) zur Behandlung von hämatologischen und soliden Tumoren befinden sich bereits in der klinischen Entwicklung. Unsere allogene CAR-T-Zell-basierte Therapie wird demnächst erstmals an Erwachsenen und Kindern mit akuter lymphoblastischer Leukämie untersucht. Darüber hinaus umfasst unser Portfolio zytotoxische Wirkstoffe zur Behandlung von Lymphomen und kolorektalen Karzinomen sowie Tyrosinkinase-Inhibitoren zur Behandlung von Brust- und Lungenkarzinomen.

 

Translationale Wissenschaft

Vom Labor in die klinische Anwendung und zurück in das Labor – die translationale Wissenschaft ist integraler Bestandteil aller Stadien unserer Forschung. Im Rahmen unseres Biomarker-Programms versuchen wir ständig, unsere Therapien wirksamer und zielgerichteter zu gestalten. Darüber hinaus erforschen wir synergistische Wirkungen und untersuchen diese zwischen unseren Wirkstoffen oder in Kombination mit bereits vorhandenen Therapieoptionen.

 

Personalisierte Therapien – die Zukunft der Onkologie

Das richtige Medikament zum richtigen Zeitpunkt für den richtigen Patienten in der richtigen Dosierung – die Zukunft der Onkologie liegt in der Entwicklung von personalisierten Therapien. Um dieser Herausforderung gerecht zu werden, haben wir ein diversifiziertes und innovatives Portfolio aufgebaut, dessen Schwerpunkt auf "Small Molecules", gentechnisch hergestellten Antikörpern und Zelltherapien liegt, mit denen sowohl hämatologische Malignome als auch solide Tumore behandelt werden können. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt befinden sich acht unserer neuen molekularen Entitäten in klinischer Entwicklung und zwei weitere in präklinischer Entwicklung. Unsere Stärke liegt in unserer fundierten Erforschung der zentralen Signalwege: Apoptose, Proliferation, Epigenetik und Immunprotektion. Hinzu kommt unsere wachsende Erfahrung in der klinischen Entwicklung von Therapien zur Behandlung von Lymphomen, Leukämie, Brustkrebs und dem nicht-kleinzelligen Lungenkarzinom. Unsere onkologische Forschung ruht auf den drei Säulen Apoptose, Immunonkologie sowie Zellproliferation und Differenzierung. Unsere langfristige Strategie ist allerdings auf die Apoptose und die Immunonkologie ausgerichtet.

 

Induktion der Apoptose – den Zelltod auslösen mit natürlichen physiologischen Prozessen

Servier verfügt über ein mehr als zehnjähriges Know-how in der Erforschung der Apoptose. Diese ist nicht nur eines der typischen Merkmale von Krebserkrankungen, sondern darüber hinaus auch ein häufig beobachteter Resistenzmechanismus gegen medikamentöse Behandlungen. Die Erforschung der Apoptose hat ein großes Potenzial für die Entwicklung neuer Therapien. Seit 2007 arbeiten wir gemeinsam mit Vernalis an einem Wirkstoff, der auf Bcl-2-Inhibitoren ausgerichtet und im Jahr 2012 in die klinische Entwicklung eingetreten ist (1). Seit Mai 2014 arbeiten wir mit Novartis zusammen an der Entwicklung und Vermarktung von spezifischen Bcl-2-Inhibitoren und Anti-Mcl-1-Medikamenten. Mit diesen neuartigen Arzneimittelkandidaten könnten sowohl hämatologische Malignome als auch solide Tumoren gezielt behandelt werden (2).

Immunonkologie – die Körperabwehr unterstützen

Die Immunonkologie ist neben der chirurgischen Behandlung, der Chemotherapie, der Strahlentherapie und den zielgerichteten Therapien eine der tragenden Säulen in der Behandlung von Krebserkrankungen. Seit 2011 betreiben wir Spitzenforschung in Zusammenarbeit mit MacroGenics, um gentechnisch hergestellte Antikörper zu entwickeln, bekannt als Dual-Affinity Re-Targeting (DARTTM). Die DART-Technologie ist eine selbstentwickelte, bispezifische Antikörperplattform, die es einem einzelnen rekombinanten Molekül ermöglicht, auf zwei unterschiedliche Antigene abzuzielen. Diese DART-Proteine können eingesetzt werden, um die körpereigenen zellzerstörenden Immuneffektorzellen auf Tumorzellen umzulenken (3). Proliferation und Differenzierung – Enzyme blockieren, das Krebswachstum hemmen Servier verfügt über mehrere Tyrosinkinase-Inhibitoren, die sich gegenwärtig in der klinischen Entwicklung befinden. Seit 2013 arbeiten wir mit Clovis Oncology zusammen an der Entwicklung von Lucitanib, einem oral anwendbaren, dual-selektiven Inhibitor, der zur Behandlung von Brustkrebspatientinnen mit Aberrationen bestimmt ist und sich gegenwärtig in Phase I/II der klinischen Entwicklung befindet (4).

 

 

Quellen:

(1) Presseinformation vom 19. Juni 2014: “Vernalis and Servier achieve Research Milestone as BCL-2 inhibitor drug candidate enters Phase I” http://www.vernalis.com/media-centre/latest-releases/121-media-centre/2014-releases/684-vernalis-and-servier-achieve-research-milestone-as-bcl-2-inhibitor-drug-candidate-enters-phase-i

(2) Presseinformation vom 7. Dezember 2015: “Servier announces expansion of collaboration for the development and commercialization of anticancer drug candidates targeting apoptosis” http://www.servier.com/content/servier-announces-expansion-collaboration-development-and-commercialization-anticancer-drug

(3) Presseinformation vom 20. September 2012: “MacroGenics and Servier Enter Broad Strategic Alliance to Develop and Commercialize Three Anti-Cancer DART™ Products“ http://ir.macrogenics.com/releasedetail.cfm?ReleaseID=792696

(4) Presseinformation vom 25. November 2013: “Servier will be partnering with Clovis Oncology, an American biopharmaceutical company, for the development of lucitanib” http://www.servier.com/content/servier-will-be-partnering-clovis-oncology-american-biopharmaceutical-company-development